Grußworte zur DDM 2011
Grußwort des Schirmherrn der ZEIT DEBATTEN Helmut Schmidt, Bundeskanzler a.D.und ZEIT-Herausgeber
Liebe Studentinnen und liebe Studenten,
Kommunikation scheint heute alles – mit allen und über alles. Allzu oft werden Informationen dabei unreflektiert aufgenommen und weitergegeben. Klasse wird durch Masse ersetzt, Omnipräsenz ist heute oft wichtiger als Inhalt. In einer Zeit, in der die Talkshowauftritte vieler Politiker eher die Steigerung ihrer Bekanntheit als das ernsthafte politische Gespräch zum Ziel haben, droht die tiefgründige Debatte aus der Mode zu kommen.
Als meinungsbildende Wochenzeitung war und ist es der ZEIT ein besonderes Anliegen, diesem Trend entgegenzuwirken. DIE ZEIT steht für gründliche Recherche und Analyse des Weltgeschehens, für die argumentative Auseinandersetzung mit politisch und gesellschaftlich relevanten Sachverhalten. Sie setzt Themen und Impulse und trägt so zu einer kontroversen öffentlichen Debatte bei.
Mit dem Engagement der ZEIT bei den ZEIT DEBATTEN möchten wir insbesondere jungen Menschen die Debattierkultur nahebringen. Denn unsere Gesellschaft braucht Menschen, die in der Lage sind, intelligente Argumente zu entwickeln und diese klar und strukturiert anderen vorzutragen. Wir brauchen Menschen, die gedanklich neue Wege gehen und dabei auch die Auseinandersetzung mit dem Gegenüber nicht scheuen.
Seit dem Start der ZEIT DEBATTEN im Jahre 2001 haben mehr als 8000 Studenten Rededuelle vor einem großen Publikum ausgetragen. Im Mittelpunkt des studentischen Debattierens stehen dabei die Erweiterung des geistigen Horizontes und die Entwicklung der rhetorischen Fähigkeiten – und auch der Spaß am gekonnten Schlagabtausch.
Als Schirmherr der ZEIT DEBATTEN 2008/2009 lade ich Sie herzlich ein, bei dem Debattierclub Ihrer Hochschule einmal vorbeizuschauen und sich selbst von der Faszination des Debattierens zu überzeugen!
Helmut Schmidt
Grußwort der Schirmherrin der DDM 2011 Theresia Bauer MdL,
Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg
Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 11. Deutschen
Debattiermeisterschaft!
Frei reden und argumentieren zu können sind Schlüsselqualifika-tionen, die häufig gefordert, aber nur selten gelehrt werden. Ich freue mich über Ihren Entschluss, an diesem Wettbewerb teilzu-nehmen, den die ZEIT vor 10 Jahren initiiert hat. Und es passt ganz hervorragend, dass die diesjährige Debattiermeisterschaft an der Universität Heidelberg ausgetragen wird. So fällt das „kleine“ Jubi-läum der ZEIT DEBATTEN mit dem „großen“ Jubiläum der Ruperto-Carola zusammen, die dieses Jahr ihr 625-jähriges Bestehen feiert.
„Semper apertus“ - dieser Wahlspruch der Universität Heidelberg könnte auch der Deutschen Debattiermeisterschaft als Motto dienen. Denn wo beweist sich der offene Geist mehr als im freien Wettstreit der Standpunkte und Meinungen? Debattieren erweitert den Horizont und trägt zur Ausbildung besonderer rhetorischer Fähigkeiten bei - Kompetenzen, die in einer freiheitlichen Demo-kratie nicht hoch genug zu schätzen sind. Die moderne Bürgergesellschaft braucht Menschen, die sich darauf verstehen, Argumente zu entwickeln und klar und strukturiert vorzutragen. Menschen, die gedanklich neue Wege gehen, dabei auch die Auseinandersetzung mit dem Gegenüber nicht scheuen und in der Lage sind, auch in zugespitzten Gesprächssituationen ihre Position zu vertreten, ohne die Gebote von Fairness und Aufrichtigkeit zu verletzen.
Mein besonderer Dank gilt den Initiatoren von der ZEIT und den Veranstaltern der Deutschen Debattiermeisterschaft. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wünsche ich viel Fortune im ritterlichen Wortgefecht!
Theresia Bauer
Grußwort von Dr. Eckart Würzner,
Oberbürgermeister der Stadt Heidelberg

Dass er eine Vereinigung hervorragender Rednerinnen und Redner ist, hat der Debating Club Heidelberg e.V. bereits wiederholt bewiesen. Seit er im Jahre 2002 von Studierenden der Universität Heidelberg ins Leben gerufen wurde, um Kommilitoninnen und Kommilitonen die Gelegenheit zu geben, die eigene Beredsamkeit zu üben, weiter zu entwickeln und zu stärken, haben seine Mitglieder in rhetorischen Wettkämpfen mit den Debattiervereinigungen anderer Hochschulen eine Reihe beachtlicher Erfolge als deutsche Meister und Vizemeister, süddeutsche Meister und baden-württembergische Meister errungen.
Grußwort von Jan Lüken,
Präsident des Verbands der Debattierclubs an Hochschulen e.V. (VDCH)
Liebe Freunde des Debattierens,
liebe Gäste, liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Deutschen Debattiermeisterschaft 2011,
dem lebendigen Geist hat sich die Universität Heidelberg verschrieben. Wenn sich die besten Redner einen lebhaften rhetorischen Schlagabtausch liefern, ist dieser Geist heute in der Alten Aula besonders lebendig. Diese Redner kommen aus den insgesamt 75 Clubs aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und sogar Italien, die sich im Verband der Debattierclubs an Hochschulen (VDCH) zusammengeschlossen haben.
Die Lebendigkeit der Debattierszene ist auch unseren Partnern, der Wochenzeitung DIE ZEIT, der Deutschen Telekom AG und dem ZDF zu verdanken. Mit ihnen veranstalten wir die ZEIT DEBATTEN, deren Höhepunkt jedes Jahr die Deutsche Debattiermeisterschaft ist. Diesen Partnern, allen Unterstützern und natürlich dem Debating Club Heidelberg möchte ich für die Ausrichtung dieser Deutschen Meisterschaft danken.
Ich wünsche allen Rednern viel Erfolg und allen Zuschauern ein geistreiches, lebhaftes und vor allem spannendes Finale!
Wenn Sie der lebendige Geist heute inspiriert hat, sind Sie herzlich eingeladen bei einem der 75 Debattierclubs vorbeizuschauen und mitzureden.
Jan Lüken





